10 Accessoires, die Sie in 30 Minuten aus Ihren Stoffresten nähen können
Sie bewahren all Ihre Stoffreste auf und wissen nicht mehr, was Sie damit anfangen sollen? Gute Nachrichten: Gerade die kleinsten Stücke lassen sich oft am besten verwerten.
Hier sind zehn Accessoires, die sich mit unseren Anleitungen und kostenlosen Schnittmustern in einer halben Stunde nähen lassen.
Wenn man regelmäßig näht, kommt irgendwann der Moment, an dem man einen Sack voller Stoffreste hat, den man nicht mehr sehen kann. Zu klein für ein Kleidungsstück, aber zu schön für den Müll!
Genau hier kommen die Accessoires ins Spiel.
Für ein Accessoire braucht man nur wenig Stoff, wenig Zeit und nur sehr wenige Materialien. Es ist das perfekte Projekt für einen Abend, um einen neuen Stich auszuprobieren oder um mehrere Geschenke auf einmal zu basteln, ohne den ganzen Oktober damit zu verbringen.
Wir haben zehn Projekte zusammengestellt, die sich in höchstens 30 Minuten nähen lassen – jedes mit einer ausführlichen Anleitung und einem kostenlosen Schnittmuster. Sie können sie nacheinander nähen, verschenken oder für sich behalten: In jedem Fall werden Ihre Stoffreste endlich eine neue Bestimmung finden!
Vor dem Nähen: Welche Stoffreste sollte man aufbewahren, und ab welcher Größe?
Die nützlichste Regel ist ganz einfach: Man behält Stücke ab einer Größe von 10 cm x 10 cm. Kleinere Stücke sind nicht mehr zu gebrauchen, außer vielleicht für einen Patch oder eine Applikation. Größere Stücke lassen sich zu einem Haargummi, einem Stirnband, einer kleinen Tasche oder einem Lätzchen verarbeiten.
Allerdings sind nicht alle Stoffe gleich. Für Ihr erstes Accessoire sollten Sie sich für Baumwolle, Popeline oder Leinen entscheiden: Diese Stoffe rollen sich nicht ein, lassen sich gut bügeln und behalten ihre Falten.
Leichte Jeans und Wildlederimitat eignen sich ebenfalls sehr gut für ein Kartenetui oder ein Etui.
Vermeiden Sie hingegen Jersey für ein Projekt, das nur dreißig Minuten dauert: Der Stoff rollt sich zusammen, rutscht weg und macht aus einer schnellen Naht eine echte Tortur.
Ein letzter Tipp, der alles verändert: Sortieren Sie Ihre Stoffreste nach und nach nach Farbe und Größe in durchsichtige Boxen. Wenn Sie dann einmal eine halbe Stunde Zeit haben, finden Sie alles, ohne lange suchen zu müssen.
Ein Sack voller Stoffreste – das ist ein Projekt, das nie in Gang kommt!

1. Der „Foulchie“ – der Haargummi mit Schleife, der sich in zehn Minuten nähen lässt
Der „Foulchie“ ist ein Haargummi, der mit einem kleinen Tuch verziert ist. Es ist derzeit das angesagteste Haaraccessoire und vor allem das kostengünstigste Projekt, das es gibt: Man braucht dafür nur einen Stoffstreifen und ein Gummiband. Es lässt sich aus jedem etwas geschmeidigen Stoffrest nähen, und man braucht nur sehr wenig davon.
Rechnen Sie zehn Minuten für das erste Exemplar ein, danach jeweils fünf Minuten für die folgenden, denn der Reiz dieses Projekts liegt gerade darin, sie am laufenden Band zu nähen. Die Anleitung für das Foulchie mit Schnittmuster und Video finden Sie hier.
2. Das Stirnband „Nœud“ – für Tage, an denen die Inspiration fehlt
Das Stirnband erlebt ein Comeback, und die Variante mit Schleife lässt sich am einfachsten umsetzen. Ein Stoffstreifen, ein Gummiband auf der Rückseite, eine Schleife oben – fertig. Es ist das ideale Accessoire, um einen etwas eleganteren Stoffrest, einen Blumenprint oder einen Samtrest zu verwerten.
Etwa fünfzehn Minuten. Die Anleitung für das Stirnband „Nœud“ finden Sie hier, und wenn Sie die schlichtere Variante bevorzugen, sollten Sie wissen, dass sich das klassische Stirnband noch schneller nähen lässt.
Was Schnittmuster angeht, finden Sie auf Coudre.Shop auch ein Schnittmuster für ein Stirnband für Mädchen und Frauen in den Größen S bis L für 4,90 €.
3. Der Haarspangen-Knoten – der Haaransatz, der zum Accessoire für kleine Mädchen wird
Das ist das Paradebeispiel für Recycling: ein kleines Schleifchen an einem Haargummi, das man sich ins Haar stecken kann. Es wird aus winzigen Stoffresten genäht – solchen, die man normalerweise wegwirft – und man braucht dafür nur ein Haargummi und zwei Stoppstiche.
Ideal, um Stoffreste eines gerade fertiggestellten Kleidungsstücks zu verwerten und die Haarspange farblich auf das Kleidungsstück abzustimmen.
Zehn Minuten, einschließlich des Zuschneidens. Die Anleitung für die Haarspange „Nœud“ finden Sie hier.
4. Das Lesezeichen – in fünf Minuten ein Geschenk, das wirklich nützlich ist
Ein quadratisches Stück Stoff, spitz zusammengefaltet, ein Geradstich – und schon hat man ein Lesezeichen, das nicht aus dem Buch rutscht. Das ist das schnellste Projekt auf dieser Liste und wahrscheinlich das am häufigsten verschenkte: Aus den Resten eines einzigen Kleidungsstücks lassen sich etwa zehn auf einmal nähen.
Ehrlich gesagt, fünf Minuten, und ganz ohne Vorlage. Die Anleitung für das Lesezeichen findest du hier.

5. Der runde Schlüsselanhänger, der in jede Tasche passt
Ein kleiner, flacher, runder Körper, ein Ring – und schon haben Sie einen Schlüsselanhänger, der seinesgleichen sucht. Das Projekt ist besonders schnell fertig, da es klein ist und fast kein Bodenstück angebracht werden muss. Es ist auch eine hervorragende Möglichkeit, zwei kontrastierende Stoffreste zu verwerten – einen hellen und einen dunklen.
Etwa fünfzehn Minuten. Die Anleitung für den runden Schlüsselanhänger finden Sie hier.

6. Die „3-Nähte“-Tasche – das perfekte Projekt für den Einstieg
Der Name sagt schon alles: zwei Falten, drei Nähte, ein Band – und fertig ist die Tasche. Kein Reißverschluss, kein Knopf, kein Verschluss, der angebracht werden muss.
Dieses Projekt empfehlen wir allen, die gerade erst anfangen und innerhalb eines Abends etwas Vorzeigbares nähen möchten; es lässt sich aus jeder Baumwolle nähen, die etwas fest im Stoff liegt.
Fünfzehn Minuten. Die Anleitung für die „Pochette 3 Coutures“ finden Sie hier.
7. Waschbare Feuchttücher, zum Zusammennähen, in Zehnerpackungen
Zwei Baumwollquadrate, eine umlaufende Ziernaht – und schon haben Sie ein Reinigungstuch, das Hunderte von Einweg-Wattepads ersetzt. Für das Gesicht ist es besonders sanft, und für ein Baby ist es unverzichtbar. Das eigentliche Geheimnis besteht darin, sie in Serie zu nähen: Das erste dauert zehn Minuten, das zehnte nur noch drei.
Wenn Sie all diese Kleinigkeiten verstauen möchten, finden Sie in der Anleitung für die Feuchttücher und den Korb beide Projekte; der Spenderkorb ist eine sehr praktische Variante, die sich gut auf der Arbeitsplatte platzieren lässt.

8. Das Brillenetui – damit die Gläser keine Kratzer mehr bekommen
Ein Brillenetui lässt sich aus zwei Rechtecken – von denen eines leicht wattiert ist – und einer Verbindungsnaht nähen. Das ist nicht komplizierter als ein Federmäppchen, aber das Ergebnis macht immer Eindruck, denn man sieht nie zwei identische Exemplare. Verwenden Sie für das Innenfutter einen etwas dickeren Stoffrest, Vlies oder dünnen Fleece.
Etwa 25 Minuten, sowohl für die Erwachsenen- als auch für die Kinderversion. Die Anleitung für das Brillenetui finden Sie hier.
9. Das Bandana-Lätzchen – das Geburtsgeschenk, das in einer halben Stunde fertig ist
Im Gegensatz zum klassischen Lätzchen kommt das Bandana-Lätzchen vor allem außerhalb der Mahlzeiten zum Einsatz: Während des Zahnens muss man ständig den Mund abwischen. Es wird aus einem Reststück etwas dickerer Baumwolle zugeschnitten, lässt sich mit einem Druckknopf schließen und ist eine sehr vorteilhafte Alternative zu den Lätzchen, die man in Packungen kauft.
Rechnen Sie mit dreißig Minuten, etwas mehr, wenn Sie die Druckknöpfe annähen müssen. Die Anleitung für das Bandana-Lätzchen finden Sie hier.
10. Das Kartenetui – winzig klein und überraschend praktisch
Dieses Projekt beeindruckt am meisten, obwohl es in die Hand passt und aus zwei Stoffresten genäht werden kann. Ein Kartenetui passt in jede Tasche, in jede Handtasche, und es macht immer Eindruck, wenn man es im Café hervorholt. Es erfordert etwas mehr Sorgfalt als die vorherigen Projekte, insbesondere bei den Ecken und Rundungen, ist aber für Anfängerinnen durchaus machbar.
Rechnen Sie mit dreißig Minuten für eine erste Version und deutlich weniger für die zweite. Die Anleitung für den Kartenhalter finden Sie hier, und wenn Sie weitere Varianten der Serie ausprobieren möchten, schauen Sie sich auch die umgekehrte Version und den „Mimicro“-Kartenhalter an.
Sie können das Ganze auch mit dem Allzweck-Nähkästchen „Walderdbeere“ ergänzen, das bei Coudre.Shop für 4,00 € erhältlich ist und aus denselben Stoffresten genäht wird.
Und wenn Sie etwas mehr als eine halbe Stunde Zeit haben
Drei Projekte sind einen Abstecher wert, nehmen aber etwa eine Stunde in Anspruch. Heben Sie sich diese für einen Nachmittag am Wochenende auf – sie sind die Zeit auf jeden Fall wert.
Der Schutzumschlag für das Gesundheitsheft: Ein absolutes Muss – sowohl für die eigenen Kinder als auch als Geschenk zur Geburt. Außerdem eignet er sich hervorragend, um das Nähen auf einfache Weise zu erlernen, da man dabei den Umgang mit Einlage, Rundungen und einer Applikation übt.
Der Aufbewahrungskorb: Er passt in eine Schublade oder auf ein Regal und eignet sich zur Aufbewahrung von Spielzeug, Schminkutensilien oder Garnrollen. Das ist das ideale Projekt, um verschiedene Stoffreste in unterschiedlichen Farben zu verwerten.
Die Nachtmaske: zwei Lagen Stoff, ein Gummiband – und schon kann es losgehen. Eigentlich geht das ganz schnell, aber man braucht einen weichen Stoff und ein bisschen Geduld beim Anbringen des Gummibands.

Wie man an einem Nachmittag mehrere Accessoires näht
Die Rentabilität dieser kleinen Projekte beruht nicht auf Schnelligkeit, sondern auf guter Organisation.
Hier ist die Methode, die wirklich funktioniert.
- Legen Sie die Zuschnitte zusammen. Drucken Sie alle Schnittmuster auf einmal aus, schneiden Sie sie aus und schneiden Sie anschließend alle Teile zu. Bei jedem Projekt vom Schneidetisch zur Nähmaschine zu wechseln, kostet mehr Zeit als das Nähen selbst.
- Fahren Sie nach Garnfarbe fort. Wenn Sie drei Accessoires aus passenden Resten zuschneiden, verwenden Sie für die gesamte Serie dieselbe Garnrolle.
- Nähen Sie in Serie. Zehn Tücher, fünf Lesezeichen oder vier Haargummis lassen sich fast genauso schnell nähen wie ein einzelnes Stück, denn die Handgriffe folgen ohne (allzu viel) Nachdenken aufeinander.
- Beenden Sie alles, bevor Sie es weglegen. Ein Kleidungsstück, das nicht gebügelt und nicht gewendet wurde, ist niemals fertig. Der letzte Bügelschlag macht die Hälfte des Ergebnisses aus.
Und denken Sie an die Geschenke: ein Täschchen, ein Lesezeichen und ein Schlüsselanhänger in einem kleinen Säckchen – das ist ein selbstgemachtes Geschenk, das fast nichts kostet.
Wenn Sie nach weiteren Ideen für selbstgenähte Accessoires suchen, runden das Haarspangenetui und der Kapuzen-Snood die Liste gut ab, und alle unsere kostenlosen PDF-Schnittmuster finden Sie hier.

Häufig gestellte Fragen
Wie groß muss der Stoffrest sein, um ein Accessoire zu nähen?
Ab einer Größe von 10 cm × 10 cm können Sie bereits ein Lesezeichen, eine Haarspange oder ein Haargummi basteln. Für ein Kartenetui oder ein Brillenetui sollten Sie lieber zwei Stücke von 15 cm × 20 cm vorsehen, was immer noch sehr klein ist.
Welchen Stoff sollte man für ein erstes schnelles Nähprojekt wählen?
Baumwolle oder Popeline. Diese Stoffe wellen sich nicht, lassen sich gut bügeln und verrutschen nicht unter dem Nähfuß. Verwenden Sie Jersey und Strickstoffe nur für Projekte, bei denen Sie Zeit haben, und Kunstleder für Kartenetuis, wo es zwar wunderschön aussieht, aber etwas weniger nachsichtig ist.
Braucht man für diese kleinen Projekte einen Chef?
Nein, viele schneiden direkt nach Maß. Aber bei Rundungen, Ecken und exakten Maßen spart ein Schnittmuster Zeit und sorgt für ein viel gleichmäßigeres Ergebnis.
Alle in diesem Artikel genannten Tutorials bieten eigene an, und die meisten davon sind kostenlos.
Darf man diese Accessoires nähen, um sie zu verkaufen?
Ob für den Eigengebrauch oder als Geschenk – kein Problem. Wenn Sie die genähten Stücke verkaufen möchten, beachten Sie bitte die Bedingungen der jeweiligen Designerin: Bei einigen kostenlosen Schnittmustern ist der Verkauf der genähten Stücke erlaubt, bei anderen nicht. Diese Information finden Sie in der Schnittmusterbeschreibung.
Auf geht’s!
Ein handgenähtes Accessoire ist selten das Projekt, über das man am meisten spricht, aber fast immer das, das man jeden Tag benutzt. Und es ist die beste Lösung für den überquellenden Restebeutel: Anstatt alles aufzubewahren, in der Hoffnung, dass man eines Tages aus dreißig Minuten etwas Nützliches zaubern kann.
Fang mit etwas Einfachem an, zum Beispiel einem Lesezeichen oder einem Haargummi, und mach dann weiter.
In einer Woche haben Sie die Hälfte Ihrer Tasche geleert und Ihre Schublade mit kleinen Geschenken gefüllt!
